Das Whiskyauge meines Freundes glänzte freudig auf, und er versicherte mir mit heiligen Eiden, daß ich recht habe, und daß Derby ganz bestimmt nördlich von Donington Hall läge.

Nun war ich klar.

Und mit einem meiner Marinekameraden, dem Oberleutnant zur See Trefftz, der vorzüglich Englisch sprach und England genau kannte, beschloß ich, gemeinsame Sache zu machen.

Der vierte Juli Neunzehnhundertfünfzehn war zu unserer Flucht festgesetzt, alles dazu einexerziert und klappte, alle Vorbereitungen waren getroffen.

Am vierten Juli früh meldeten Trefftz und ich uns krank.

Bei der Frühmusterung um zehn Uhr wurde beim Aufrufen unserer Namen „krank” gemeldet, und nach beendeter Musterung kam der wachthabende Sergeant auf unsere Stuben und fand uns krank in den Betten vor.

Alles in schönster Ordnung.

Der Nachmittag und die Entscheidung rückten heran.

Gegen vier Uhr zog ich mich an, nahm alles, was ich zur Flucht mitzunehmen nötig erachtet hatte, an mich, aß noch einige dicke Butterbrotstullen und nahm dann Abschied von meinen Stubenkameraden und besonders von meinem treuen Freunde Siebel, den ich leider nicht mitnehmen konnte, da er nicht Seemann war und kein Englisch sprach.

Draußen war ein heftiges Gewitter im Gange, und wolkenbruchartig strömte der Regen vom Himmel herab. Die Posten standen naß und frierend in ihren Schilderhäuschen, und daher fiel es auch keinem auf, daß trotz des Regens noch zwei Offiziere Lust verspürten, im Park spazierenzugehen. Im Park befand sich eine von Büschen umgebene Grotte, von der aus man den ganzen Park und den Stacheldraht übersehen, selbst aber nicht gesehen werden konnte.