„Aber er wird vielleicht ein Engel,“ sagte Sven, „und bekommt weiße Flügel auf den Schultern.“
„Das wird er wohl,“ sagte Mama.
Aber Sven seufzte und war doch noch nicht zufrieden.
„Warum kann die alte Frau nicht mit ihm gehen, wenn sie doch so gerne will?“ sagte er.
„Das weiß Niemand, Sven,“ sagte Mama, „das weiß nur Gott.“
„Weiß er es denn?“
„Ja, er weiß es.“
Sven ging wieder hinaus in die Sonne auf die Klippen. Aber seither wurde diese Geschichte seine liebste, und beinahe jeden Morgen, wenn Mama da saß und sich frisierte, kam Sven herein, nahm das wunderliche Bild herunter und bat Mama zu erzählen.
Aber noch etwas war Sven passiert, und das hatte sich im Winter begeben. Da war er ins Theater mitgenommen worden und hatte ein Stück gesehen, das am Sonntag Vormittag gespielt wurde, wo Sven auf sein konnte und nicht nach Hause gebracht werden mußte, um sich schlafen zu legen. Strindbergs „Glückspeter“ wurde gegeben, und Sven verstand wohl nicht viel von dem Stücke, aber er unterhielt sich in seiner Weise. Er unterhielt sich so gut, daß er alle ansteckte, die rings um ihn saßen ...
Aber dann kam die Scene, wo der Tod sich dem Glückspeter zeigt, und da wurde Sven stumm. Niemand hatte daran gedacht, daß diese Scene vorkam, oder daß sie überhaupt einen solchen Eindruck machen konnte. Aber alles, was dann folgte, beachtete Sven gar nicht mehr. Und wenn ihn später Jemand fragte, was er im Theater gesehen, antwortete er nur: