„Ich weiß nicht recht...“
Der Professor kannte dies Lächeln. Er verstand den Bruder.
„Freilich, Ebbas strenge Grundsätze — na, usw. usw. Aber wart’ einmal. Da, stell dich hinter die Tür, so sollst du mal hören, wie das ein alter Diplomat macht!“
„Zu was soll ich mich denn hinter die Tür stellen?“
Der Professor kratzte sich am Kopf und lachte, daß sein Bauch wackelte.
„Zu was du dich hinter die Tür stellen sollst? Du bist doch ein unverbesserlicher Schafskopf! Oder ein Idiot — wie man das heutzutag nennt! Um was zu lernen, verstehst du? Also sei mal still!“
Sein wohlgenährter Körper verschwand geschmeidig durch die Tür, die er halb offen ließ.
Der Adjunkt sah recht kläglich aus, wie er so dastand. Aber neugierig war er doch. Darum blieb er und horchte. Erst war eine ganze Weile lang alles still. Er dachte schon, der Bruder hätte seine Frau gar nicht getroffen. Endlich hörte er ein Husten, das anscheinend vom Bruder kam. Dann eine sanfte Stimme, die sagte: „Du bist recht lieb, daß du mir Gesellschaft leistest!“
„Ja, siehst du, ich wollte eigentlich heut abend ein bißchen ausgehen. Eine Verabredung... ein paar Kollegen...“