Jetzt ward das Gelächter geradezu zu einem Tumult. Dies prahlerische Versprechen war es ja, was man hatte aus ihm herauslocken wollen! Auf den Augenblick hatte Professor Hallin ja nur gewartet! Seit zwei Tagen schon hatte er sich darauf gefreut, und als es endlich so weit war, kannte sein Entzücken keine Grenzen. Er stand auf und schrie, halb erstickt vor Lachen:

„Prost, Kumlander! Sag’ das noch einmal!“

„So ist’s recht, Kumlander!“

„Nur nicht nachgeben!“

Es war wie eine Bande von losgelassenen Schuljungen. Alle schrien durcheinander, voller Freude und Ausgelassenheit. Die Feststimmung des Augenblicks ließ all die kleinen Widerwärtigkeiten des Tages vergessen, den Ärger, die Sorgen, die Einförmigkeit ihres Lebens, den Überdruß an diesem Leben, den so manche hegten, die unbezahlten Rechnungen, Schulden, Kautionen und Wechsel!

Nach einer Weile schlug Professor Hallin auf den Tisch und rief nach heißem Wasser. Ringsum wurden die Groggläser geleert und wieder frisch gefüllt.

Die Unterhaltung war jetzt allgemein geworden. Professor Eneman hielt Kumlander am Rockaufschlag fest und erzählte mit strahlenden Augen und lebhaften Gesten eine Geschichte, die sich bei der letzten Stadtratssitzung ereignet hatte. „Denk’, das haben sie gewagt — dem Bürgermeister gegenüber! Hahaha! Das tut ihm gut!“ Professor Hallin unterhielt sich mit Barfoot, der bitter und satirisch war. „Tja, wenn’s mit rechten Dingen zuginge auf der Welt, da wär’ manch einer an einem ganz andern Platz!“ Und der Magister berichtete zum zehntenmal von den Beiträgen zur Flora der Umgegend, die er aus seiner vieljährigen Praxis heraus einem Stockholmer Professor geliefert hatte.

„Und wer hat die Ehre davon? Wer, frag’ ich?“