Aber die unartigen kleinen Schwestern, die gehört hatten, wie Mama rief, „Axel“ sei da, waren schon fertig in ihren hellen kurzen Kleidern, weißen Strümpfen und offenen Haaren und warteten nur darauf, daß Mama in die Küche gehen sollte, um sich sachte in das kleine Eckzimmer zu schleichen, wo die Tür zu Gabrielles Zimmer halboffen stand.
„Sei still!“ sagte die zwölfjährige Elin zu der zehnjährigen Anna.
Und dann horchten sie auf die zärtlichen Liebesworte und Liebkosungen. Und wenn es so still war, daß sie diese ewigen, langen, dummen Küsse nur ahnen konnten, zwickten sie einander in den Arm und verbissen das Lachen.
„Herrje, sind die albern!“ sagte Anna.
Elin war neugieriger. Sie wollte sie auch sehen und schielte vorsichtig durch die offene Tür.
„Denk mal, sie sitzt auf seinem Schoß!“ sagte sie zu der Schwester.
Dann warteten die zwei kleinen Unschuldswürmer noch ein Weilchen, um schließlich mit lautem Lärm und dem vereinten Ruf: „Kuckuck!“ in Gabrielles Zimmer zu stürzen.
Gabrielle fuhr auf und rief außer sich:
„Herrgott, die so ungezogenen Rangen!“