Sie nahmen Platz an einem Tisch, um den eine Gruppe von Herren saß und, die Groggläser vor sich, schwatzte.
Über dem ganzen Raum lag eine graue Tabakswolke, durch die die Lichter der Lampen und Leuchter mit gedämpften Flammen schienen. Mitten im Zimmer standen vier Spieltische, die alle besetzt waren. An dreien wurde Preference gespielt, am vierten Skat. An dem Tisch, an dem Ernst Hallin Platz genommen hatte, saßen ein paar Herren von der Schule und Großhändler Andersson, einer der reichsten Holzfürsten von Gammelby, mit seinem dichten Schnurr- und Backenbart, seinem goldenen Kneifer und seiner Perücke, die nie sitzen wollte.
Im innern Zimmer saß vor einem Glas Punsch der Bischof und unterhielt sich mit Rektor Ahlkvist und Professor Eneman. Der Bischof saß so, daß er durch die Tür die ganze übrige Gesellschaft überblicken konnte.
Zwischen den Tischen ging Professor Hallin umher, elegant und unermüdlich. Er unterhielt sich mit allen, stieß mit allen an, war für alle da und sah zu, daß nichts fehlte.
Es war ganz ähnlich wie vor ein paar Wochen im Ratskeller. Aber die rechte Stimmung wollte sich nicht einstellen. Das erwartete auch niemand. Die Herren unterhielten sich, tranken einander zu, rauchten und erzählten Anekdoten. Aber die Gesellschaft kam nicht recht in Zug. Man hielt sich im Zaum. Man war gesetzt, steif. Und auch das lauteste Lachen hatte gleichsam einen andern Klang.
„Man darf nicht über die Schnur hauen, damit man nachher noch präsentabel ist für die verflixten Frauenzimmer!“ sagte Professor Bruhn.
Und einförmig und träg schleppte der Abend sich hin.
Um halb neun kam der Landshöfding, ein kleiner zierlicher Mann mit glattgekämmtem Haar und Backenbart. Er war äußerst elegant gekleidet und hatte in seinem ganzen Wesen etwas vom alten Hofmann.
Nachdem er die Damen begrüßt hatte, ging er hinauf zu den Herren und nahm an einem Spieltisch Platz. Ruhig und korrekt vertiefte er sich in seine Karten, mit einer Miene, als säße er auf seiner Kanzlei.