„Ich auch,“ erwiderte die; „aber es ist gut.“

„Als ob es eine Kunst wäre, ein gutes Souper zustande zu bringen, wenn man nicht fragen braucht, was es kostet!“ gab die Bürgermeisterin zurück und warf den Kopf in den Nacken.

Die Bischofin trat mittlerweile auf die Professorin zu.

„Aber Aurora!“ sagte sie. „Du machst zu viel Umstände für deine Gäste! Diese Unmasse von Gerichten!“

Die Professorin strahlte. Das war ihr glückseligster Augenblick. Denn nicht nur, daß es viel zu essen gab, es gab auch gut zu essen. Das wußte sie. Sie hatte jedes Gericht selber gekostet und wußte, sie brauchte sich nicht zu schämen.

Die Gäste zeigten aber auch, daß sie das Essen zu würdigen verstanden. Die späte Stunde im Verein mit den vielen Süßigkeiten, die die Damen, und dem vielen Alkohol, den die Herren vorher genossen hatten, hatte den Hunger zu unnatürlicher Höhe gesteigert.

„Ißt du dich auch satt, Erker?“ sagte der Professor, indem er dem Bruder ein Glas Rotwein zutrank.

Der Gymnasiallehrer nickte und lachte.

„Das gibt morgen ein nettes Aufstehen!“ meinte er.