"Du kennst ja die Tante", entschuldigte sie.

"Luft und Licht sind Euch beiden nötig ", eiferte er. "Also steckt die
Nase man mal hinaus."

Er reichte ihr die Hand zum Abschied.

"Willst Du schon gehen?" fragte sie bedauernd, mit aufrichtiger
Betrübnis.

"Meine Freunde warten", erklärte er.

"Kommst Du bald wieder?" bat sie.

Er versprach es.

"Adieu, liebe Tante", rief er über den Korridor in die Küche hinein, wo die Wittfoth mit Messern und Gabeln klapperte.

Therese gab ihm das Geleit bis an die Thür. Lange sah sie ihm nach.

Auf ihren Platz am Fenster zurückgekehrt, las sie im Liebesfrühling, brockenweise, hier ein Gedicht, dort eine Strophe, ohne ganz bei der Sache zu sein.