"Bleiben wir den hohen Zielen treu, die wir uns gesteckt haben. Ich meine die edle Musika, die unsere Herzen erhebt und erfrischt nach des Tages Last und Mühe."

Bravo! Bravo!

"Darum, meine lieben Freunde und Festgenossen, und auch sie, meine verehrtesten Gäste, erlauben Sie mir und fordere ich sie auf, mit mir in den Ruf einzustimmen: Der Zitherklub Alpenveilchen von 1876, er lebe hoch!"

"Hoch soll er leben, hoch soll er leben, dreimal hoch!" sang die ganze
Gesellschaft, stehend, die Gläser in der begeistert erhobenen Rechten.

Es war zu schön.

Frau Caroline, die auch als Tischherrn den alten Beuthien hatte, war ganz "in ihrem Fett", wie sie sagte. So was möchte sie für ihr Leben gern.

Unter den Bäumen waren verschiedene automatische Apparate aufgestellt. Ein Chocoladenautomat und einer für Cigarren, ein Elektrisierapparat und einer, an dem man seine Kraft erproben konnte, während ein benachbarter Gelegenheit gab, das Körpergewicht vor und nach dem Festmahl zu bestimmen, "wonach der Wirt das Couvert berechnet," wie ein schelmischer Jüngling witzelte.

Die Wittfoth stellte fest, daß sie in einem halben Jahr fünf Pfund zugenommen hätte. Wovon, wüßte sie nicht. Appetit hätte sie gar nicht, und dann die Arbeit von morgens bis abends, und selbst in der Nacht fände sie nicht einmal ihre Ruhe. Dann gebe es erst recht tausenderlei zu bedenken, wozu der Tag keine Zeit gelassen.

"Na, freuen Sie sich", meinte Tetje Jürgens, "wenn Sie von's Rumarbeiten all fett werden, würden Sie von's Nichtsthun ja woll der leibhafte Globus werden, und dann is es aus mit die Lebensfreuden".

Alles lachte, und Frau Caroline gab ihm kokett einen Klaps mit dem
Sonnenschirm.