Beuthien erprobte seine Kraft an dem automatischen Kraftmesser und stellte noch manchen jüngeren in den Schatten, nur Tetje mit seinen großen Händen war ihnen allen überlegen.

Die Frauenzimmer drängten sich um den Elektrisierapparat. Das Kribbeln in allen Nerven schien ihnen Vergnügen zu bereiten. Das war ein Schnattern und Kreischen. Nur die Wittfoth getraute sich nicht heran.

Winchen Studt, eine achtzehnjährige blasse Schönheit mit Stumpfnase, ließ sich von ihrem Verlobten, einem Zeichner am Stadtbureau, mit Chocolade füttern. Sie war eine wichtige Persönlichkeit heute, denn sie sollte noch etwas vortragen.

Auf der Wiese lockten Schaukel, Turngeräte und eine Bergbahn.

Namentlich die letztere übte eine große Anziehungskraft auf die Damen aus. Selbst die Wittfoth konnte nicht widerstehen und rutschte in Gesellschaft Beuthiens, ohne den sie sich es nicht getraute, einige male unter Gekreisch hin und her.

Es war zu schön, wirklich zu schön, wie sie alle Augenblicke versicherte.

Und dann später das Konzert im Saal. "Des Schweizers Heimweh", von acht
Zithern vorgetragen, erntete den größten Beifall. "Entzückend" spielte
Herr Cäsar Puhvogel "des Aelplers Liebesklage" auf der Elegiezither.

Die größte Bewunderung aber fand Herr Süß für den Vortrag des beliebten
Liedes "Im tiefen Keller sitz ich hier".

In allen Gesangvereinen sprach man von dem phänomenalen Baß des Herrn
Süß.

Wie Orgelton und Glockenklang
Ertönet unseres Süß' Gesang