Das führende Paar nahm im Übermut den Weg durch einen trockenen Graben.
Das war ein Gespringe und Gehüpfe, ein Gekreisch und ein Gelächter.

Frau Caroline getraute sich nicht die ziemlich steile Böschung hinunter.
Aengstlich trippelte sie und hob ihr Kleid.

Im Graben aber stand Beuthien mit seiner Laterne und sang: "Komm herab, o Madonna Therese", zum Gaudium der nachdrängenden. Endlich nötigte er mit einem festen Griff die Aengstliche zu einem ungewollten Hopsen, und weiter ging's unter Lachen und Scherzen.

Nein, so was Schönes war noch nie dagewesen. Frau Caroline stand nicht allein mit diesem Urteil.

Und dabei war es so "gruselig" in dem dunklen Wald.

"Hier sind doch keine Schlangen?" fragte die kleine Frau einmal furchtsam.

"Ne, aber Katteker," versetzte der unverbesserliche Tetje.

Längst lag Frau Caroline schon in den Federn, als durch ihre Träume noch immer die Lampions wie große Leuchtkäfer huschten.

"Nein, was ich mich gestern amüsiert habe, sagen kann ich es nicht," sagte sie am folgenden Morgen zu Therese und Mimi. Acht Tage, acht Wochen später, sprach sie noch mit derselben Wärme von diesem wundervollen Tag, und je weiter er zurücklag, desto geneigter war sie, ihn als einen der schönsten ihres Lebens zu preisen.

XV.