"Meine Freundin ist so krank", stotterte Mimi.
"Ist es denn zum Sterben?" erkundigte sich Frau Caroline.
"Das nicht," war die Antwort.
"Na, denn ist es ja noch immer Zeit zum Weinen," tröstete die Wittfoth.
"Ich sag ja", dachte sie, als Mimi bald nachher ihre Thränen getrocknet hatte. "Tief geht nichts bei der. Lachen und Weinen in einem Atem."
"Na, Fräulein," fragte sie mit leisem Spott, "es ist wohl man halb so schlimm?"
"Ach ja, ich erschrak mich nur so furchtbar", gab Mimi zu.
"Dann schreiben Sie nu auch man gleich", mahnte die Wittfoth gutmütig.
"Ja, das wollte ich auch, heute Abend noch", erklärte Mimi.
Und am selben Abend schrieb sie an Hermann:
Geehrter Herr Heinecke!