Er atmete in tiefen Zügen die feuchte Luft, liess sich den Regen auf die feuchten Wangen klatschen und den Wind um die Ohren sausen.

Welch ein, Ächzen und Knarren und Sausen und Donnern in den alten Buchen und Eichen, Ja, das war Musik, die er liebte. Er vergass vor lauter Lustgefühl beinah, weshalb er eigentlich hier bei dem Unwetter die Landstrasse entlang lief, beinahe wirklich lief, als gälte es ein Unglück zu verhüten. Er stürmte nur immer gerade aus und dachte nichts anderes als: wie köstlich, wie ganz köstlich!

Bis er auf Christine traf. Na, ja, das war's ja! Die Kleine war also doch unterwegs. Aber sie hatte sich unter ein Nussgebüsch geflüchtet. Sie hatte den roten Rock von hinten über den Kopf genommen, und vorne aufgehoben und ihre Krämerpakete hineingewickelt, um sie vor dem Regen zu schützen. So machte sie eine wunderliche Figur in dem groben, grauen Wollunterröckchen, Ihr erhitztes Gesicht lugte nur eben aus der künstlichen Kapuze hervor, so sehr hatte sie sich eingemummelt.

Ihre grossen schwarzen Augen blitzten auf, als sie Randers gewahrte.

"Nein, aber, wo wollen Sie denn hin in diesem Wetter? Sie werden ja ganz nass!"

"Ich will dich holen, sie ängstigen sich schon um dich."

"Was 'n Unsinn!"

Er stand neben ihr, triefend.

Was nun? Er hätte doch lieber einen Schirm mitnehmen sollen. Jetzt wurden zwei nass. Aber sie hatte doch Begleitung, Schutz. Wovor? Sie sah nicht aus, als ob sie sich fürchtete.

Sie sagte nichts weiter, sie schien noch immer in der Erinnerung an die kleine Geschichte vom Vormittag verlegen zu sein.