»Blanche ist doch auch gegen dich freundlich,« sagte er. Er konnte Manuels Weinen nicht länger hören und hätte ihn gern getröstet.
»Wir kennen uns doch auch schon viel länger, Blanche und ich,« fuhr er fort. »Deswegen ist sie doch nicht weniger freundlich mit dir. – Laß doch das Weinen. – Ich will es ihr sagen, daß sie freundlicher mit dir sein soll!«
»Nein!« rief Manuel, schrie es fast. »Daß du es ihr nicht sagst. Ich glaube, ich könnte dich töten, wenn du es tust.«
»Dummes Zeug!« brummte Lux, der solche Leidenschaft nicht verstand und sich ärgerlich auf die andere Seite legte.
»Lux! du! Lux!«
»Was denn?«
»Daß du es ihr nicht sagst!«
»Mir ist es gleich. Du kannst es ihr ja selbst sagen. Aber jetzt möchte ich gern schlafen.«
Seine Müdigkeit überwog wirklich seine Teilnahme für Manuel und auch für Blanche. Es dauerte nicht lange, da schwebten wieder seine leisen, feinen Atemzüge durch das Zimmer.
Manuel aber lag noch lange wach und betete zum ungezählten Male zur Mutter Gottes, sie möchte ihm das Herz der kleinen Blanche zuwenden.