Nicht verrat ich das Dünenloch,
Und ihr findet es nimmer. Sie aber fand's doch.
Und geht's um den Hals, das Kind ist mein.
Und verdammt, wer's nicht glaubt. Ich bläu's ihm ein.
Und er sah elend aus und schwach,
Und er hielt sie wie ein Gespenst in Schach,
Bis ihnen allen allmählich klar,
Dass der da wirklich Thies Thiessen war. —
Der Hansen war tot, von keinem vermisst,
Ein Säufer war er und schlechter Christ.
Aber der Thiessen, ein Kerl ist er doch!
Und die Ose, gibt's eine Bravere noch?
Alle die Jahre in Elend und Not
Teilte sie ihr Hungerbrot
Treulich ihm mit. Und jetzt weinte sie da
An seinem Hals. Es ging allen nah.
Sie kauten und spuckten und sahen sich an
Und schoben sich sacht an Thiessen heran
Und brummten und schüttelten ihm die Hand.
Das war ihr Gericht. Und so blieb er im Land.
Wie die Stakendorfer die Lübecker los wurden
Nach Stakendorf kamen die lübischen Herrn
Vor Zeiten alljährlich und kamen gern,
Zwangen die Bauern, den Zehnten zu zahlen,
Und zogen nach Haus mit Protzen und Prahlen.
Einst kamen sie wieder zur Fastnachtszeit
Und säckelten ein und machten sich breit,
Ließen im Gildehaus festlich sich ätzen
Und saßen glorios auf den Ehrenplätzen.
Die Bauern brauten ein gutes Bier.
Knausern sie gern, sie knausern nicht hier,
Sie lassen sich heute am wenigsten lumpen
Und füllen den durstigen Gästen die Humpen.
Bald glänzen die Backen, die Stirnen stehn
In Schweiß, kaum können die Äuglein noch sehn.
Hier sinkt ein Haupt, da lallt eine Zunge,
Dort keucht eine fette lübische Lunge.