Da stießen einige Patrouillen vorsichtig vor.

Und da erfuhren wir zu unserer großen Verwunderung, daß der Feind abgezogen war, und zwar in wilder Flucht.

Wir wären ihm gern gleich gefolgt; aber wir hatten noch keine Nachricht von den anderen Abteilungen. Auch waren Mensch und Tier am Ende ihrer Kraft.

So ruhten wir denn diesen Tag, aßen ein wenig dürftiges Essen und reinigten und besserten an unserm Zeug und unseren Gewehren; denn wir sahen aus wie Leute, die sich in einem Anfall von Tobsucht zerschlagen, zerschunden und beschmutzt hatten. Die Raserei stand uns noch auf der gefurchten Stirn und stand noch schrecklich in unseren Augen. Unsere Toten lagen im Schatten eines Baumes mitten unter uns.

Wir hatten viel Arbeit mit den Tieren, daß sie uns nicht umkamen. Wir konnten sie lange nicht satt tränken, und Weide konnten wir ihnen gar nicht geben; denn die ganze Gegend war vom Vieh der Feinde so kahl gefressen, als wenn Ratten und Mäuse alles rein abgenagt hätten. Noch in die Erde hinein hatten Menschen und Vieh nach Wurzeln gewühlt und gesucht. Es war ein trübseliger Tag. Die Sonne glühte. Ein Gestank von altem Dünger erfüllte stickig das ganze Land.

Am Nachmittag kam endlich Botschaft von den anderen Abteilungen. Zwei meldeten, daß sie den Feind geschlagen hätten, die dritte, daß sie sich mit Mühe und Not seiner erwehrt. Der Feind war mit seiner ganzen ungeheuren Masse, mit Weibern, Kindern und Herden, ostwärts entflohen.

Gegen Abend begruben wir unsere Toten unter dem Baum.