»Wunderbares erzählt er von dem Glück des Königs und wie die Burgen des Markgrafen brannten,« berichtete ein alter Bauer.

»Tag und Nacht könnte ich euch erzählen, niemand vermöchte in einem Niedersitzen alle Heldentaten herzusagen,« fuhr Wizzelin fort. »Auch bei euch raste ich wohl einmal und singe unter der Linde; jetzt aber öffnet den Weg, denn ich begehre dringend weiter zu ziehen.«

»Ich hoffe, du herbergst heute bei uns im Hofe,« mahnte Odo. Doch unter den Dorfleuten erhob sich Gemurr. »Er hat noch wenig gesagt,« riefen mehrere Stimmen. »Wir verlangen von den Nachbarn zu hören, welche freiwillig zu König Heinrich gezogen sind,« schrien andere.

»Als Helden kehren sie zurück, ihre Wagen sind schwer mit dem Kampfgewinn beladen und Beuterosse führen sie in langer Reihe, auch böhmische Knechte, welche ihnen der König zugeteilt hat, wenn sie dieselben nicht bereits an die Händler verkauft haben; denn ihnen wird mühsam sein, die Menge der Sklaven auf der Reise zu ernähren.«

Ein lauter Schrei der Verwunderung antwortete, und die Knaben schlugen in ihrer Aufregung Purzelbäume im Staube.

»Sahst du den Dindo, den Sohn meiner Schwester Wendilgard?« frug eine stattliche Bäuerin.

»Dindo?« versetzte Wizzelin, »der Held mit den runden Backen, sicher kenne ich ihn. Er kehrt ganz heil zurück, und ich meine, in seinem Reisegepäck liegt auch eine Spange, welche das stolze Herz seiner Base erfreuen wird.«

»Was weißt du von Engilbrecht,« klang es aus dem Haufen, »und vom Vortänzer Richilo?«

»Engilbrecht kommt ohne Wandel, sowie er gegangen ist, und der schnelle Richilo hat neue Reigen getanzt von der Mauer in eine brennende Stadt, beide schreiten mit gebauschten Taschen einher und bringen für manche, die ihnen lieb sind, Gutes in ihren Säcken; geduldet euch jetzt und ihr alle werdet erstaunen.«