Fink legte den Theelöffel hin und sah Bernhard groß an. »Ich calculire, Herr, es waren Schwarzfüße.«
»Es waren doch wohl Sioux,« wiederholte Bernhard. »Bei den Schwarzfüßen lautet das Ja anders.«
»Wetter,« rief Fink, »wenn Sie mit den rothen Teufeln so bekannt sind, wozu lassen Sie mich hier meine Jagdgeschichten erzählen?«
»Ich habe mich nur ein wenig um ihre Sprache bekümmert,« erwiederte Bernhard, »es ist ein Zufall, daß ich vor Kurzem einige Wörterverzeichnisse verschiedener Stämme durchgesehen habe.«
»Und wozu haben Sie sich die unnütze Mühe gemacht? Es wird dort drüben schnell aufgeräumt; bevor Sie eine Sprache erlernen, ist der Stamm ausgerottet, der sie sprach.«
Jetzt wurde Bernhard beredt. Er sagte, daß die Kenntniß der Sprachen für die Wissenschaft die beste Hülfe sei, um das Höchste zu verstehen, was der Mensch überhaupt begreifen könne, die Seelen der Völker.
Die vom Geschäft hörten aufmerksam zu. Als Bernhard sich entfernt hatte, rief Fink noch immer verwundert: »Er geht mit unserm alten Herrgott um, wie mit einem Dutzbruder, und konnte vorhin rechts und links nicht unterscheiden.«
Die Folge dieses Abends war, daß Bernhard einige Tage später sogar auf den Polsterstuhl Finks zu sitzen kam und daß er selbst den Muth faßte, mit Anton auch Fink zu sich einzuladen. »Es ist keine Gesellschaft,« fügte er hinzu, »ich möchte nur Sie beide einmal auf meinem Zimmer sehen.«
Fink sagte zu.