»Und wer sind diese?« frug die Dame vom Hause erwartungsvoll, vergaß die Leiden des gestickten Pinschers und rückte näher an ihren Verbündeten.
»Zuerst Lieutnant von Zernitz,« sagte Fink.
»Eine gute Acquisition,« rief die gnädige Frau erfreut, denn der Lieutnant war, was man einen geistreichen Offizier nennt, er machte niedliche Verse in Familienalbums und zu verlorenen Vielliebchen, war unübertrefflich im Arrangement von mimischen Darstellungen und stand in dem Ruf, irgend einmal in ein Taschenbuch eine Novelle geschrieben zu haben. »Herr von Zernitz ist ein liebenswürdiger Gesellschafter.«
»Ja,« sagte Fink, »aber Portwein kann er nicht vertragen. Der Zweite ist Herr von Tönnchen.«
»Eine alte Familie,« bemerkte die Frau vom Hause; »ist er nicht etwas wild?« fügte sie schüchtern hinzu.
»Behüte,« sagte Fink, »die Familie hat immer viel Grundsatz gehabt; er ist gar nicht wild, nur zuweilen hat er die Eigenschaft, Andere wild zu machen.«
»Und der Dritte?« frug die Dame.
»Der Dritte,« sagte Fink, »ist ein Herr Wohlfart.«
»Wohlfart?« frug die gnädige Frau befremdet und sah ihren Besuch unruhig an, »die Familie kenne ich nicht.«
»Das ist sehr möglich,« erwiederte Fink kaltblütig, »es giebt zu viele Leute mit und ohne Namen, als daß man sich um Alle kümmern könnte. Herr Wohlfart ist vor einigen Jahren aus der Provinz hierher gekommen, um vorläufig die Geheimnisse des Handels durch eigene Anschauung kennen zu lernen; er arbeitet im Geschäft des Kaufmann Schröter, gerade wie ich.«