Schwert, das, ist eine Vorrichtung die bei flachgehenden Fahrzeugen, wenn sie beim Winde segeln, das Abtreiben und gegebenen Falles das Kentern verhindern soll. Sie besteht nämlich aus einem Brett an jeder Seite, das beim Segeln am Winde in Lee ins Wasser gelassen wird um den Widerstand zu vermehren. Hierzu hat Röding einen seiner äußerst spärlichen etymologischen Versuche gemacht. Er ist artig genug: „Es hat daher seinen Namen, weil es an der Seite des Schiffes ungefähr so hängt, wie ein Schwert an der Seite‟ (des Mannes). Nur daß es dann doch besser Schild hieße, und die Sache bei unseren modernen Jachten und Rettungsbooten nicht mehr stimmt. Dick und Kretschmer, II. 282: „Für kleine zum Privatgebrauch bestimmte Boote empfiehlt sich mit Rücksicht auf Stabilität, geringen Tiefgang, Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit eine breite und flache Form des Bootskörpers. Diese Form bietet aber einen verhältnismäßig sehr geringen seitlichen Wasserwiderstand und besitzt in Folge dessen für das Segeln am Wind oder bei Dwarswind den Nachteil, daß das Boot stark abtreibt. Diesen Nachteil soll das sogenannte Schwert ausgleichen. Es besteht aus einer eisernen oder hölzernen (dreieckigen, trapezförmigen oder rechteckigen) senkrechten Platte, welche entweder für fest am Kiel des Bootes angebracht ist oder aber beweglich ist und mittelst einer einfachen Vorrichtung je nach Bedarf heruntergelassen oder aufgeholt werden kann. In letzterem Fall ist in das Innere des Bootes, in seiner Längsschiffsebene, ein schmaler Kasten eingebaut, welcher das aufgeholte Schwert in sich aufnehmen soll‟, — der Schwertbrunnen.
Schwertmatte, die, eine der an Bord zahlreich gebrauchten Matten, die ihren Namen von der Art ihrer Verfertigung hat. Es fertigen sich nämlich richtige alte Matrosen ihre Matten selbst an. Um die Schwertmatte zu weben, denn ein Weben muß man die Anfertigung nennen, verfährt man ähnlich wie auf einem sehr primitiven Webstuhl, doch so daß zwei Parten von beiden Seiten kommen und sich kreuzen. Damit das Durchstecken der Parten möglich werde, steckt man jedesmal ein hölzernes Schwert durch den Zettel oder Aufzug und dreht es auf die hohe Kante. Von diesem Schwert, oder vielmehr von den zwei Schwertern die gebraucht werden, stammt der Name.
Schwieping, die, das spitz zulaufende Ende eines Taues, das entsteht wenn man das Tau aufdreht und beim Wiederzusammendrehen nach und nach mehr Kabelgarn entfernt. Das Wort heißt niederländisch zweep, und das gibt die Erklärung; zweep, auch zwiep heißt Peitsche; niederdeutsch swepe; angelsächsisch svip, altnordisch svipa. Eine Peitsche wie sie in einfachen Verhältnissen ein Fuhrmann sich selbst aus Hanf zu drehen pflegt, ist oben dick und läuft nach unten allmählich dünn zu; daher der Name dieses dünn zulaufenden Taues, verbunden mit der niederdeutschen Endung ing. Vergl. übrigens auch Hundspünt.
schwichten bedeutet, zwei stehende Taue durch eine Leine hin und her mit einander verbinden und fest zusammenziehen, so daß die beiden ohnehin schon festen Taue nur noch fester, steifer und unbeweglicher stehen. Die eigentliche Bedeutung des niederdeutschen Zeitwortes swichten, niederländisch zwichten ist die unseres hochdeutschen Zeitwortes „beschwichtigen‟, also ruhig machen. Aber wenn zwei stehende Taue „ruhig‟ gemacht werden sollen, so müssen sie „fest‟ gemacht werden. Auch bei schwichten findet sich dieselbe Lautverschiebung die unter schiften erwähnt ist; althochdeutsch swiftjan, mittelhochdeutsch swiften, beschwichtigen.
Schwimmdock, das, ist eine schwimmende Vorrichtung zum Docken von Schiffen. Es besteht in der Hauptsache aus zwei Seitenwänden, die durch einen Boden mit einander verbunden sind. Die beiden schmalen Seiten vorn und hinten sind offen. Die Seitenwände sind hohl und können voll Wasser gelassen werden. Geschieht das, so sinkt das Schwimmdock so tief ins Wasser, daß ein Schiff sich zwischen die beiden Wände legen kann. Wird das Wasser aus diesen wieder ausgepumpt, so geht das Dock mit dem darin befindlichen Schiffe in die Höhe, letzteres trocken legend. Der Name Schwimmdock dient zur Unterscheidung von einem ausgegrabenen, mit Steinen ausgemauerten Trockendock.
Schwimmponton, s. Dock.
Scotsman, der, ist eine hölzerne Latte oder ein entsprechendes Stück Eisen um an gefährdeten Stellen das stehende Gut vor dem Schamfilen zu bewahren, eine Schamfilungslatte. Wie der Normann an der Beting, so wird der Schottländer an der Takelage haben herhalten müssen für eine kurze und bündige Bezeichnung einer seinem Lande eigentümlichen, also von schottischen Seeleuten auf andere übergegangenen Vorrichtung. Der niederdeutsche Seemann pflegte „Schottschmann‟ zu sagen; daraus wurde durch nachlässige Aussprache Schuttschmann, und hieraus durch volksetymologische Umbildung sogar „Schutzmann‟.
See.
1. Der See, ein Binnensee.
2. Die See.