Bei einer Distanz, die vielleicht nur mit zehn Schritten angenommen wurde, wären die Chancen bei einer Zielzeit von einer halben Minute ungleich günstiger für jenen Gegner, dem der erste Schuss zufällt; das Duell würde mehr einem Morde gleichen.
Der Vorgang auf dem Terrain ist folgender:
Art. 1. — Nachdem von Seite des leitenden Secundanten das geeignetste Terrain für den zu beginnenden Kampf ermittelt wurde, werden die Standplätze der beiden Gegner bezeichnet, die auch bei dieser Art des Ausnahmsduelles so gleichartig als möglich gewählt werden müssen, um keinen der Gegner gegenüber dem anderen im Vortheile erscheinen zu lassen.
Art. 2. — Die Bestimmung der Entfernung der beiden Standpunkte bleibt dem Uebereinkommen überlassen; diese kann selbst zehn Schritte betragen.
Unter dieser Distanz — wir wiederholen es nochmals — sollen die Secundanten jede Vereinbarung vereiteln.
Nachdem die Entfernung des gesetzmässigen Duelles mit „festem Standpunkte und freiem Schusse” fünfundzwanzig Schritte beträgt, so bleibt dieses Duell insolange ein Ausnahmsduell, als diese Schrittzahl nicht eingehalten wird.
Art. 3. — Die Standplätze der beiden Gegner werden durch das Los bestimmt.
Art. 4. — Die Waffen sollen den beiden Gegnern nicht bekannt und von demselben Paare sein.
Den Gebrauch von eigenen Waffen schliesst diese Art des Duelles aus.
Art. 5. — Das Recht, unter den für das Duell bestimmten Waffen zuerst wählen zu dürfen, wird durch das Los bestimmt.