»Das Testament des Vaters ist so geblieben, wie er es uns früher schon einmal vorgelesen hat. Überzeugt Euch davon, hier ist es.«
Mit diesen Worten reichte er es Herrn Oskar. Dieser öffnete das Blatt, sah flüchtig darauf und gab es sodann Egbert, der das Papier zusammenfaltete und es, ohne einen Blick hineingeworfen zu haben, zurück auf den Schreibtisch legte.
»Ihr erkennt also das Testament für richtig an?« fuhr der Freiherr fort.
Die Brüder bejahten.
Eine Pause trat ein, keiner rührte sich. Nur die hastigen Atemzüge der Frau Baronin vernahm ich.
Herr Udo hielt seine Augen auf die lederne Mappe gerichtet, als er langsam begann:
»Oskar, hast Du Dich schon entschlossen, wann Du die Bewirtschaftung des Freihofes übernehmen willst?«
»Ja,« klang es zurück, »noch heute.«
Das Gesicht des Freiherrn blieb bei diesen Worten unbeweglich.
Er wandte sich an den jungen, mädchenhaften Herrn Egbert und sagte: