In der Mitte des Kasernenhofes hielt Oberst von Friederici.

»Bitte zu melden!« klang seine Stimme über alles hinweg.

Die Bataillonskommandanten wurden ungeduldig; noch waren einige Kompagnien nicht in Ordnung.

»Herr Hauptmann von Carlowitz, die fünfte Kompagnie melden!« – »Rasch, achte!« – »Ihre Meldung fehlt noch, Herr Hauptmann von Falkenstein!«

Die Hauptmänner eilten vor und wieder zurück. »Zweites Bataillon – Achtung! Schultert – – Kontermandiert! – – Augen – rechts!«

Endlich standen die Bataillone, und der Oberst empfing die Meldungen.

»Die Herren Offiziere!« rief er, worauf die Hufe der galoppierenden Pferde der Stabsoffiziere und Adjutanten mit kurzem Dröhnen den Exerzierplatz schlugen, während die Hauptmänner und Leutnants schnellen Schritts vor die Front liefen.

Während nun der Regimentskommandeur zu den ihn umgebenden Offizieren sprach, hielt vor der Kaserne auf dampfendem Pferde ein Generalstabshauptmann und klopfte mit dem Säbelkorb an das wegen der Unruhen geschlossene, eisenbeschlagene Tor. Der Wachthabende öffnete, und der Reiter ritt in die Torhalle.

»Wo ist Herr Oberst von Friederici?«