Dem Äußeren nach zu urteilen, waren es Handwerker, bärtige Männer mit ernsten Gesichtern und schwieligen Händen, die daheim in der Werkstatt das Schurzfell abgebunden und Hobel und Hammer beiseite gelegt hatten, um das Werkzeug mit der Waffe zu vertauschen.

»Willkommen, Brüder! Woher des Wegs?« wurde ihnen von allen Seiten entgegengerufen.

»Von Schneeberg und Aue und Eibenstock!«

»Wo seid ihr heute früh aufgebrochen?«

»Seit Freiberg in einem unterwegs! Ihrer fünfzig treffen morgen noch ein.«

Die Menge raste in Verzückung.

Der Führer, ein hochgewachsener Mann, mochte seines Zeichens Schmied sein. Wie er, seine breiten Schultern leicht wiegend, in ungebeugter Haltung den Marschierenden voranschritt, zeigte er nicht die geringste Müdigkeit. In dem ernsten Gesicht zuckte kein Muskel. Das laute Beifallrufen schien keinen Eindruck auf ihn zu machen.

Jetzt ließ er seine Schar – wohl an die hundert Mann – vor dem Rathaus halten und Gewehr abnehmen. Auf dem Balkon stand Oberstleutnant Heinze, der Kommandant der Freischärler, und begrüßte die Angekommenen unter jubelnder Zustimmung der Menge.

Als der Wortschwall nicht enden wollte, riß dem ruhigen Handwerksmeister aus dem Erzgebirge die Geduld, und er rief mit kerniger Stimme dem Sprecher hinauf: