Hier brach die Stimme.
»Ich wollte, der Heinrich käme und brächte mich weit fort von hier,« sagte Frau Marschall, als ob sie bete.
Da klopfte es. Die Kranke ließ die zitternden Hände auf das Deckbett fallen und starrte mit verhaltenem Atem nach der Tür. Kam er? – Im nächsten Augenblick wurde die Tür aufgerissen, und Anna stürzte schreiend herein.
»Sie haben das Haus aufgebrochen!« rief sie mit gerungenen Händen.
In der offenen Tür standen ein gutgekleideter Mann mit einer blutigroten Schärpe um den Leib und hinter ihm zwei verdächtige Gestalten. Advokat Marschall schoß wie ein gereizter Stier auf die Männer zu und herrschte sie an:
»Was wollt ihr hier? Wie könnt ihr in mein Haus eindringen?«
Der Schärpenträger trat auf die Schwelle und erwiderte in anmaßendem Ton und mit fremdartiger Aussprache:
»Wir sollen das Haus anbrennen.«
»Waas? Mein Haus in Brand stecken?«