»Wir sind nicht hier, um Ihre Klagelieder anzuhören,« antwortete der Mann an der Tür kalt, »sondern um unsern Auftrag auszuführen. Unten harren noch mehr von den Unsrigen. Wenn Sie nicht augenblicklich von hier fortgehen, müssen Sie die Folgen tragen.«
Diese Worte trafen Marschall wie Keulenschläge.
»Sofort verlaßt ihr mein Haus, Brandstifter!« donnerte er die Männer an.
In diesem Augenblick trat im Nachtgewand und mit verschlafenem Gesicht aus der nebenliegenden Kammer Friedchen verwundert herein.
»Aber, Kinder, wer schreit nur so?« fragte sie unschuldsvoll. »Da wird man ja aus dem besten Schlaf geweckt.«
Anna schoß zu ihr hin.
»Um Gottes willen, bloß still, Fräulein,« raunte sie ihr zu, »die Männer schlagen unsern Herrn sonst noch tot.«
Da erkannte Friedchen blitzartig die Situation. Mit einem Aufschrei lief sie ans Fenster und verkroch sich hinter Anna, die ihr dahin gefolgt war.
»Nun, habt ihr mich verstanden?« schrie Marschall noch einmal.