»Fahren Sie mit, Herr Advokat,« rief Heinrich dem wie betäubt Stehenden ins Ohr und setzte ihn kurzerhand auf den Wagen.

Heinrich war gerade im Begriff, sich selbst hinaufzuschwingen, als aus der Seitengasse am Taschenbergpalais plötzlich ein Schwarm Soldaten hervorbrach, voran ein Offizier. Blitzschnell erkannte ihn Heinrich. Es war der Oberleutnant von Döring. Die Brandstifter wirbelten beim Anblick der Soldaten nach der andern Seite davon, wie Spreu vor dem Gewittersturm.

»Heinrich, die Kompagnie!« rief Linchen schrill durch den Lärm.

Da schlug der Kutscher wie unsinnig auf das Pferd ein, daß der Wagen mit großer Schnelligkeit durch die Soldaten hindurchrasselte. Heinrich hatte im letzten Augenblick sein Gewehr vom Wagen gerissen. Er durfte es nicht wagen, hinaufzuspringen. Sie hätten ihn erkannt und herabgeschossen. Linchen hatte richtig gesehen, es war die Kompagnie seines Vaters.

Er hörte noch den Oberleutnant rufen:

»Die Löschmannschaften vor!«

Dann wandte er sich um und lief schnell nach Stadt Gotha zu. Da knallten von hinten her Schüsse, und die Kugeln pfiffen an ihm vorüber. Trotzig hielt er im Laufen inne und ging, unbekümmert um die Gefahr, in langsamem Schritt weiter, bis er bei Stadt Gotha um die Ecke bog.