Der Schwarzgelbe nickte geheimnisvoll und in sichtlicher Ehrfurcht, und als er bemerkte, daß seine Mitteilung auf Heinrich wenig Eindruck machte, belehrte er ihn mit väterlichem Wohlwollen:

»Das is Sie ä sehr bedeidender Mann, junger Freind! An dänn kann keener ran, der dirichierd Sie nämlich de Refoluzjon ganz alleene. In dänn sein' Händn liechen alle Ziechel.«

»Ich denke, die provisorische Regierung bilden Tzschirner, Heubner und Todt?« fragte Heinrich erstaunt.

»Nich mähr,« entgegnete der Wackere redselig. »Uff Dod is schon garnich mähr ze rechnen, der is heide nachd ausgerissen wie Schafläder. Heibner war glei vun vornerein bloß ä kleenes Binkdchen, un wie 'r sich uffblies, worde änne große Null draus. Freilich, was Tzschirner is, der is ja nich von Babbe! Nee, das kännde mr weeßknäbbchen ni sagen. Aber Bakunin is'n ieber. Er is zwar bloß ä Bole …«

Heinrich war überrascht.

»Ein Fremder leitet in diesen schweren Stunden unsere sächsische Sache?« fragte er ungläubig. »Das ist doch eine himmelschreiende Schmach!«

Der Kommunalgardist erschrak heftig und sah sich schnell um.

»Ei, Herrcheeses!« entfuhr es ihm. »Härnse, seinse bloß dadermid mucksmeischenschtill! Wär wärdn in so änner äffendlichen Umgäwung sulche Rädn fiehrn?«

Hiermit hatte er seinen Schreck aber schon verwunden. Er machte ein dummschlaues Gesicht und fügte hinzu: