Damit wies er auf die Tür, vor der ein Haufe Soldaten aufs höchste erregt wartete, daß sie unter den gegen sie geführten Beilhieben einstürze.

Allmer blickte ungläubig auf den Knienden.

»Unsinn, Feldwebel!« sagte er bestimmt, während oben die Tür krachend in Trümmer fiel. »Ihr Sohn unter den Empörern? Sie sehen Gespenster. Korporal Mißbach ist in der Kaserne. Er hatte doch Dienst, als wir ausmarschierten.«

Feldwebel Mißbach wollte antworten. Aber seine Lippen bewegten sich nur, und sein Kopf sank wieder herab.

Da verließ ihn Kurt und sprang die Stufen vollends hinauf.


Als die Stürmenden in das Hotel eingedrungen waren, stand Valentine zitternd inmitten ihrer Kranken. Ob die wütenden Soldaten die Verwundeten schonen würden? Ihre Blicke hingen voll Entsetzen an der Tür. Auf dem Korridor krachten Schüsse, und schwere Tritte stampften die Treppe herauf. Hastiges Laufen und erregte Rufe von allen Seiten.

Plötzlich wurde die Tür aufgerissen, und Heinrich sprang herein.

»Um Gotteswillen!« rief Valentine, »flieh, Heinrich! Die Wände nach den Häusern der Kirchgasse sind durchgeschlagen. Rasch fort, sonst ist es zu spät!«

Heinrich schüttelte den Kopf.