Das Mädchen sank vollends auf den Boden nieder und legte den Kopf des Verscheidenden auf ihren Schoß.

»Heinrich, – Heinrich!« stammelte sie mit zuckendem Mund.

Ein erneutes Lächeln trat auf seine rasch verfallenden Züge.

»Ich habe es nicht verdient, so friedlich zu sterben,« sagte er, schon fast nicht mehr vernehmlich.

Ein Erstickungsanfall drohte ihn zu überwältigen.

»Valentine,« lispelte Heinrich noch einmal, »ich habe euch alle ja so unaussprechlich lieb gehabt!«

Das Mädchen faltete in grenzenloser Verzweiflung die Hände und betete laut. Als sie die Worte sprach: »… Dein Wille geschehe … und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern …,« da bewegten sich noch einmal die Lippen des Sterbenden, als ob er diese Worte mitspreche. Dann sank sein Kopf zurück.

»Heinrich!« schrie Valentine herzzerreißend auf.

Aber der junge Mann hörte diese irdische Stimme nicht mehr. Er hatte seine letzte Wanderung bereits angetreten – – –