»Melde gehorsamst,« murmelte er, die Augen schließend, »ich bin … ver … wun …«

Dann sank er in ein paar ausbreitete Arme, und die Sinne vergingen ihm.


Während in Altstadt voll maßloser Erbitterung gekämpft wurde, war es in Neustadt still. Nur das unaufhörliche Krachen der Schüsse drang wie ferner Gefechtslärm über die Elbe herüber.

Auf der Augustusbrücke rollte Wagen auf Wagen, in denen die verwundeten Soldaten nach dem Hospital in der Neustadt gebracht wurden.

Gerade hielt wieder ein solcher verdeckter Wagen vor dem eisernen Tor des Militärkrankenhauses. Ein alter Herr, der in Begleitung einer jungen Dame mit bleichem Gesicht vorüberging, beobachtete, wie der diensthabende Arzt mit dem vom Kutscherbock herabgekletterten Lazarettgehilfen sprach und wiederholt mit den Achseln zuckte.

Da bemerkte der Stabsarzt die Vorbeigehenden und grüßte.

»Kein Platz mehr, Herr Kriegsrat,« antwortete er auf die Frage des alten Herrn. »Unsere Betten sind schon fast alle belegt. Wir dürfen nur noch hereinnehmen, wo voraussichtlich noch zu helfen ist. Hier ist ein Verwundeter, der einen Lungenschuß hat, durch und durch, – also hoffnungslos. – – Fahren Sie den Kranken in die Loge auf der Bautzner Straße,« wandte sich der Stabsarzt wieder an den Lazarettgehilfen, »dort wird eine Anzahl Betten für uns bereit gehalten.«

Auf das Gesicht der jungen Dame trat ein schmerzlicher Zug, und sie sprach ein paar leise Worte zu ihrem Begleiter.