Die Sonne stand leuchtend am Himmel, über Sachsens Hauptstadt schwebte Sonntagsfrieden. Der leichte Wind trug vom Kreuzturm, halb verweht, das Geläute der Glocken herüber. Ihr eherner Mund lud alle, die die feierlichen Klänge hören wollten, zum Kirchgang ein.


Von demselben Verfasser erschien 1912:

Siebeneichen

Roman aus dem Alt-Meißner Land von

Geheftet 3 M; – Elegant gebunden 4 M

Eine Reihe glänzender Beurteilungen liegen über dieses schöne, ausgereifte Werk vor, von denen wir Raummangels wegen nur einige abdrucken können. Es schreiben die

»Literarische Neuigkeiten«, Leipzig:

Das Meißner-Land hat seinen Dichter gefunden! Gustav Hildebrands Roman »Siebeneichen« versetzt uns an die rauschende Elbe, nach der alten Markgrafenstadt, und zaubert ein Bild längst vergangener Zeiten hervor, Zeiten geistiger Not, wo alles in heller Begeisterung eintrat für die geläuterte Lehre des Wittenbergers und Ringen nach Erkenntnis die Herzen erfüllte. Die Glaubenskämpfe, welche die wackeren Bürger mit ihrem stolzen Burgemeister Waltklinger an der Spitze zu bestehen hatten, geben dem Buche seinen Grundton, und herrliches Lokalkolorit durchzieht das ganze Werk, in dem ein Dichter das hohe Lied der Heimatliebe erschallen läßt. Der Roman wirkt in der Zeit literarischer Verflachung überaus erquickend, und auch in die Hände der reiferen Jugend darf dieses wahre Volksbuch unbedenklich gegeben werden.