»Ja, ja, freilich komm' ich, Anna,« versicherte er. »Es wird doch nichts Schlimmes sein?«

Das Mädchen zuckte mit den Achseln.

»Hoffentlich nicht. Ach, du lieber Gott, die gute Madam!« klagte sie, in die Hände schlagend.

Heinrich fühlte seine Brust beengt. Er horchte auf: in der Wachtstube traten die Leute an.

»Ich komme gegen Abend bestimmt,« rief er, sich rasch entfernend.

Da vernahm er noch einmal Annas Stimme:

»Ach, Heinrich, ich habe ja etwas vergessen. Valentinchen hat mir aufgetragen, du möchtest Herrn Leutnant Allmer bitten, daß er sie heute abend besucht. Du sollst es aber ja nicht vergessen!«

Heinrich stand schon in der Tür. Er wandte sich noch einmal um, nickte dem Mädchen zu und eilte dann in die Wachtstube.

»Valentinchen hat gestern abend einen Brief gekriegt, danach hat sie lange heimlich geweint …« rief Anna ihm noch nach. Aber die Worte verhallten in dem Lärm, der in der Wachtstube herrschte.

Heinrich schnallte rasch den Tornister auf den Rücken und griff nach dem Tschako. Da rief der Posten auch schon »Rrrraus!« und die Wachtmannschaft drängte eilig in die Vorhalle nach den Gewehrstützen.