Die aber lächelte nur und schüttelte leise den Kopf.

»Ich bin ja so unsäglich glücklich!« flüsterte sie.

Darauf sahen sie sich wieder stumm in die Augen, und keines von ihnen empfand, wie die Zeit verrann. Die Gegenwart war ihren Sinnen entrückt, nur ihre Seelen sprachen zueinander. Auch daß sich einmal die Tür leise öffnete und Mirjams Mutter in dem Spalt flüchtig sichtbar wurde, bemerkten sie nicht.

Endlich erhob sich Sonnhild; die Kranke kämpfte mit einem Schwächeanfall.

»Nun will ich dich für heute allein lassen,« sagte sie, »morgen besuche ich dich wieder.«

Ein neuer Dankesblick lohnte das Versprechen, und die Kranke machte Anstrengung, zu reden. Sonnhild neigte sich über sie und vernahm die Worte:

»Darf ich's sagen?«

»Sprich es aus, Mirjam,« antwortete sie weich.

»Nenne mich noch einmal, wie du mich nanntest.«

Da küßte Sonnhild die marmorweiße Stirn und sprach: