»Bernhard?« entfuhr es diesem.
Beim Klange dieses einen Wortes stutzte Frau Magdalena.
»Nun ja,« sagte sie gepreßt. »Er begab sich heute schon früh zu Bett – – Doch, nein, – wie ist mir, – sein feines Ohr hätte unser Gespräch längst schon vernommen und er wäre ans Fenster getreten – –«
Frau Magdalena warf einen geängstigten Blick zu den Fenstern hinauf.
»Vetter!« rief sie. »Du verbirgst mir etwas! Laß es mich wissen, was es auch sei!«
Caspar von Carlowitz erwiderte:
»Nun du es ahnst, kann ich das Schlimme nicht mehr verschweigen.« Und er erzählte mit hastigen Worten, was sich zugetragen.
Frau Magdalena erbleichte bis in die Lippen hinein.
Jetzt führte der Vogt das rasch gezäumte Pferd vor. Der Schloßhauptmann sprang von dem seinen und bestieg das junge, mutige Tier.
»Wie lange rechnest du mit ihm bis zum Dresdner Schloß?« fragte er.