Der Jüngling blieb hierauf stumm. Dieses Schweigen reizte den erzürnten Vater.

»Du Tropf,« sagte er, »dein Herz wird nicht in Stücke gehen. Schon morgen betrachtest du, was du heute aufgibst, als eine Laune von gestern.«

Da klang es fest und ruhig von Bernhards Mund:

»Ich liebe Sonnhild aus tiefster Seele und werde nie anders können!«

Jetzt brauste Ernst von Miltitz auf:

»Widerspruch gegen mein Gebot? Weißt du jetzt selbst nicht mehr, daß die vornehmste Pflicht eines Kindes gegen die Eltern der Gehorsam ist? Wage es nicht, meinem Willen zu trotzen!«

Diese scharfe Zurechtweisung verletzte Bernhard tief. Aber die Hochachtung vor der väterlichen Macht verhinderte ihn, dies auszusprechen.

»Versprich mir,« versetzte Ernst von Miltitz, »daß du dich dem Mädchen nie wieder nähern wirst!«

Bernhard richtete den Blick fest auf den Zürnenden und antwortete: