»Die Sache freut mich, weißt du, die Sache freut mich königlich. Immer, wenn ich anfange mich zu langweilen, sendet mir doch ein gütiges Geschick etwas neues, noch größeres. Weißt du, diese Bombengeschichte wird nun schon recht, recht langweilig.«
»Aber es sind doch tüchtige, ungewöhnliche Menschen.«
»Gewiß sind sie das, gewiß. Aber weißt du, in der Vorbereitungszeit, anfangs, da gefielen sie mir doch besser. Jetzt, wo sich die Folgen einstellen, wo ein paar verhaftet sind und andere vor der Ausweisung stehen, jetzt legen sie sich ein bischen Pathos an und einige deklamieren schon märtyrermäßig. Und weißt du, das, nein, das steht ihnen nicht gut.«
»Aber Jean, du übertreibst ja. Was du Pathos nennst, ist doch auch meist nur Hohn. Ich glaube, sie sind freie Menschen geblieben, die sich für nichts besondres halten, aber die Welt für noch viel weniger.«
»Nun, ich lasse ihnen ihr Vergnügen gern. Aber auf die Dauer ist’s doch nichts für mich. Ein Sporn zur Ernsthaftigkeit liegt doch auch noch darin, und du weißt, das mag ich nicht. Drum ist’s gut, daß mir die Geschichte dazwischen kam.«
»Ein klein wenig ernst ist’s dir damit aber erst recht. Ich meine sogar, sehr viel Ernst.«
»Meinst du? Das leugne ich gar nicht. Aber doch nur, weil mir’s Spaß macht.«
»Nun, das ist eine Erklärungsart, wie andere auch.«
»Meine weise Pythia, ich weiß schon, du bist anders als ich, ein wenig, nicht so gar. Drum schicke ich dich jetzt auch zu einem fürchterlich ernsthaften Kerl.«
»Ich fürchte ihn nicht. Auch glaube ich, ist er unserm Standpunkt schon sehr nahe gekommen. Es braucht nur noch einen Ruck, dann haben wir ihn. Weißt du, was ihm hauptsächlich fehlt?«