»Nun? Übrigens ist es bald Zeit für dich.«
»Natur fehlt ihm. Verstand hat er genug.«
»Natur … Natur? Ja die fehlt mir auch. Die hast nur du, meine Marguérite. Aber weißt du, ich habe mir einen Ersatz zurecht gemacht im Lauf des Lebens. Es ist doch etwas großes, daß der Mensch jetzt auch seine behagliche Existenz sich schaffen kann, weit weg, weit von der Natur. Im Gegensatz zu ihr.«
»Nun, schiffbrüchig seid ihr doch alle. Ihr denkt nur nicht mehr daran. Jetzt will ich aber gehn.«
Sie setzte den Hut auf.
»Also, mein großes Kleinod, leb’ recht – Das heißt, ich werde dich zur Bahn begleiten. Also du begreifst alles? Du wirst’s gut machen?«
»Verstanden hab’ ich alles, auch thu’ ich’s nicht dir zu Liebe, sondern weil’s mir selbst Bedürfnis ist, den Mann zu sehen und ihm zu helfen. Ich thue, was ich kann.«
»Dann ist’s gut, sehr gut. Komm, ich will dich noch küssen, bevor wir gehen.«
Marguérite beugte sich tief zu ihrem Hänschen herunter und küßte ihn auf den Mund. Dann ging das ungleiche Paar die Treppe hinab.
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