Starkblom hörte schon lange nicht zu. Er war mit kleinen Schritten ungeduldig hin und her gegangen, hatte dann auch einmal die Thüre geöffnet und hinausgehorcht und trat nun vor Marguérite hin.

»Wollen Sie vielleicht mit mir frühstücken? Ich habe Hunger.«

»Ich glaube, jetzt verhöhnen Sie mich,« erwiderte Marguérite errötend.

»Was? Fehlt Ihnen etwas? Meinen Sie denn, ich könne von der Luft leben? – Oder – ach so – ja wissen Sie, zugehört habe ich Ihnen nicht. Sie können ja dann Ihre schöne Rede hernach wiederholen. – Na endlich, wo stecken Sie denn so lange?«

Das Letzte sagte er zu der Haushälterin, die mit Thee, kaltem Braten und Wein hereinkam und die Augen weit aufriß, als sie so ungewohnten Besuch sah.

»Wundern Sie sich später und bringen Sie noch eine Tasse und einen Teller und was weiß ich! Aber rasch!«

Dann wandte er sich wieder zu der fremden Dame.

»Sie werden auch Appetit haben. Greifen Sie nur ungeniert zu.« Dabei schob er seinen Teller und seine Tasse zu Marguérite hinüber. »Ich kann warten.«

»Sie sind sehr liebenswürdig, Herr Starkblom. Frühstücken wir also zusammen. Trinken Sie so früh schon Wein?«

»Ja, ich habe mir’s in letzter Zeit angewöhnt So, jetzt kann’s ja losgehn.«