Da stand er auf, kniete vor ihr Bett und sagte, indem er die Hand auf ihren Kopf legte:

»Du wirst eins bekommen.«

Sie schlug die Hände vors Gesicht, dann lag sie ernsthaft da und nickte sinnend.

Nun erhob auch sie sich und beide fuhren rasch in die Kleider. Plötzlich lachte Starkblom laut auf.

»Weißt du, wie mir meine letzte Brochüre jetzt vorkommt?«

»Nein, wie?«

»Nun höre. Ein Mann in den Vierzigern, Wittwer, sucht auf diesem sehr ungewöhnlichen Wege eine Lebensgefährtin. Dieselbe muß groß und kräftig gebaut, sehr gebildet und vorurteilsfrei sein. Offerten bittet man einzusenden unter der Chiffre: Es lebe der Tod! Nicht? War es nicht so? Und daß ich sie gefunden habe, das ist das allerseltsamste und das allerschönste! Wie kamst du denn dazu, Marguérite? Wie bekamst du denn in Paris meine Brochüren?«

Marguérite hatte erst lachen müssen, aber jetzt wurde sie ernsthaft und sogar ein wenig blaß.

»Das war nicht so einfach, mein Lieber. Das hängt mit etwas zusammen, mit etwas – anderm. Aber jetzt kann ich dir das unmöglich sagen. Du mußt warten. Bald – nicht wahr?«

»Wie du willst, Marguérite. Ich habe dich, wir haben uns. Das ist eins und alles. Das andere ist gleichgiltig.«