Mich soll er nicht treten;

Ich lauf’ fort, bis ich größer bin, dann fecht’ ich!

Das soll ein Mensch mit anhören, von Mutter, Frau und Kind? Er steht auf und will gehn. Die alte Römerin aber hält ihn fest. Die Mutter hat gesprochen und hat nichts mehr zu sagen. Sie hat ihm die Naturnotwendigkeit der Umkehr gemeldet; jetzt spricht die Politikerin und zeigt ihm die Möglichkeit, den Ausweg. Römer und Volsker sollen einen dauernden Frieden schließen; das soll sein großer Ruhm sein: die beiden Völker zu versöhnen. — Und das Höchste und Letzte, was auf einen edeln Mann wirkt, fügt sie hinzu:

Hältst du es ehrenhaft für einen Edlen,

Der Kränkung stets zu denken?

Er schweigt, schweigt immer noch, er kehrt sich ab, er kämpft furchtbar.

Und wiederum knien die Frauen. Und nun umtönt ihn nur noch ein Wort, in immer neuen Wendungen: Rom!

Und endlich hat die Mutter, hat die Sprecherin des Vaterlands, das mehr und andres ist als die zufällig gerade lebenden und sich vergehenden Einwohner, als alle Gemeinheit einer beliebigen Summe, sie hat gesiegt.

O Mutter, Mutter!