Der Gott, zu dem er sein ganzes Leben lang gebetet hatte, wachte in seinem Herzen auf, zur grinsenden Teufelsfratze verwandelt.
Er wankte zur Tür um Hilfe zu holen, rüttelte daran, bis er zusammenfiel, — die Tür war verschlossen.
Dann schleppte er sich zum Fenster, riß es empor und wollte nach Swammerdam schreien, — da hing zwischen Himmel und Erde ein schwarzes Gesicht und starrte ihn an.
Der Neger, der an der Kette heraufgeklettert war, schwang sich ins Zimmer.
Einen Augenblick sah Klinkherbogk einen schmalen, roten Streifen unter den Wolken im Osten; — wie ein Blitz kam ihm die Erinnerung wieder an seinen Traum, und er breitete sehnsüchtig die Arme nach Usibepu aus wie nach dem Erlöser.
Der Neger prallte entsetzt zurück, als er das verklärte Lächeln in Klinkherbogks Zügen bemerkte, dann sprang er auf ihn zu, faßte ihn am Hals und brach ihm das Genick.
Eine Minute später hatte er sich die Taschen mit dem Gold vollgestopft und schleuderte die Leiche des Schusters aus dem Fenster.
Klatschend fiel sie in die trüben, stinkenden Gewässer der Gracht, und über den Kopf des Mörders hinweg flog die Elster in die Morgendämmerung mit dem jauchzenden Jubelruf: „Abraham! Abraham!“
Sechstes Kapitel
Hauberrisser hatte bis gegen Mittag geschlafen, trotzdem spürte er eine bleierne Müdigkeit in allen Gliedern, als er die Augen aufschlug.