Hatte ich denn kein Anrecht auf Glück?

Ist denn Mystik gleichbedeutend mit Wunschlosigkeit?

Ich übertönte das „Ja“ in mir: — nur noch eine Stunde träumen — eine Minute — ein kurzes Menschendasein!

Und ich träumte mit offenen Augen:

Die Edelsteine auf dem Tisch wuchsen und wuchsen und umgaben mich von allen Seiten mit farbigen Wasserfällen. Bäume aus Opal standen in Gruppen beisammen und strahlten die Lichtwellen des Himmels, der blau schillerte wie der Flügel eines gigantischen Tropenschmetterlings, in Funkensprühregen über unabsehbare Wiesen voll heißem Sommerduft.

Mich dürstete, und ich kühlte meine Glieder in dem eisigen Gischt der Bäche, die über Felsblöcke rauschten aus schimmerndem Perlmutter.

Schwüler Hauch strich über Hänge, übersät mit Blüten und Blumen, und machte mich trunken mit den Gerüchen von Jasmin, Hyazinthen, Narzissen, Seidelbast — — —

Unerträglich! Unerträglich! Ich verlöschte das Bild. — Mich dürstete.

Das waren die Qualen des Paradieses.

Ich riß die Fenster auf und ließ den Tauwind an meine Stirne wehen.