Ich nahm ein Vergrößerungsglas: die Scharniere waren zur Hälfte abgerissen und innen — stand da nicht etwas eingraviert? Kaum mehr leserlich und noch überdies mit einer Menge ganz frischer Schrammen zerkratzt. Langsam entzifferte ich:
K—rl Zott—mann.
Zottmann? Zottmann? — Wo hatte ich diesen Namen doch gelesen? Zottmann? Ich konnte mich nicht entsinnen. Zottmann?
Wassertrum schlug mir die Lupe beinahe aus der Hand:
„Im Werk is nix, da hab’ ich schon selber geschaut. Aber mit’m Gehäuse, da stinkt’s.“
„Braucht man nur gerade zu klopfen — höchstens ein paar Lötstellen. Das kann Ihnen ebensogut jeder beliebige Goldarbeiter machen, Herr Wassertrum.“
„Ich leg’ doch Wert darauf, daß es eine solide Arbeit wird. Was man so sagt: künstlerisch,“ unterbrach er mich hastig. Fast ängstlich.
„Nun gut, wenn Ihnen derart viel daran liegt —“
„Viel daran liegt!“ Seine Stimme schnappte über vor Eifer. „Ich will sie doch selber tragen, die Uhr. Und wenn ich sie jemanden zeig’, will ich sagen können: schauen Sie mal her, so arbeitet der Herr von Pernath.“
Ich ekelte mich vor dem Kerl; er spuckte mir seine widerwärtigen Schmeicheleien förmlich ins Gesicht.