„Halt!“ unterbrach Josua Prokop rauh, zog einen Hausschlüssel aus der Tasche, hielt ihn wie eine Klarinette an den Mund und sang:

„Zimzerlim zambusla — deh“.

„Waren Sie denn dabei, daß Sie die Melodie so genau kennen?“, fragte Vrieslander erstaunt.

Prokop warf ihm einen bitterbösen Blick zu: „Nein. Dazu hat Babinski zu früh gelebt. Aber was er gespielt haben kann, muß ich als Komponist doch am besten wissen. Ihnen steht darüber kein Urteil zu: Sie sind nicht musikalisch. — — Zimzerlim — zambusla — busla — deh.“

Zwakh hörte ergriffen zu, bis Prokop seinen Hausschlüssel wieder einsteckte, und fuhr dann fort:

„Das beständige Wachsen des Hügels erweckte allmählich Verdacht bei den Anrainern, und einem Polizeimann aus der Vorstadt Zizkov, der gelegentlich von weitem zusah, wie Babinski gerade eine alte Dame der guten Gesellschaft erwürgte, gebührt das Verdienst, dem selbstsüchtigen Treiben des Unholdes ein für allemal Schranken gesetzt zu haben:

Man verhaftete Babinski in seinem Tuskulum.

Der Gerichtshof verurteilte ihn unter Zubilligung des mildernden Umstandes eines ansonsten trefflichen Leumundes zum Tode durch den Strang und beauftragte zugleich die Firma Gebrüder Leipen — Seilwaren en gros und en detail — die nötigen Hinrichtungsutensilien, soweit diese in ihre Branche fielen, unter Anrechnung ziviler Preise einem hohen Staatsärar gegen Quittung auszuhändigen.

Nun fügte es sich aber, daß der Strick riß und Babinski zu lebenslänglichem Gefängnis begnadigt wurde.

20 Jahre verbüßte der Raubmörder hinter den Mauern von Sankt Pankraz, ohne daß je ein Vorwurf über seine Lippen gekommen wäre; — noch heute ist der Beamtenstab des Institutes voll Lob über seine vorbildliche Aufführung; ja, man gestattete ihm sogar, an den Geburtstagen unseres allerhöchsten Landesherrn ab und zu die Flöte zu blasen; —“