Zwei — drei Stunden!

Wenn ich draußen einen Schritt zu hören glaubte, fuhr ich auf:

Jetzt, jetzt kam man mich holen, um mich dem Untersuchungsrichter vorzuführen.

Jedesmal war es eine Täuschung gewesen. Immer wieder verloren sich die Schritte auf dem Gang.

Ich riß mir den Kragen auf — glaubte, ersticken zu müssen.

Ich hörte, wie ein Gefangener nach dem andern sich ächzend ausstreckte.

„Kann man denn das Fenster da oben nicht aufmachen?“, fragte ich voll Verzweiflung laut in die Dunkelheit hinein. Ich erschrak fast vor meiner eigenen Stimme.

„Es geht net,“ antwortete es mürrisch von einem der Strohsäcke herüber.

Ich tastete trotzdem mit der Hand an der Schmalwand entlang: ein Brett in Brusthöhe lief quer hin — — — zwei Wasserkrüge — — — Stücke von Brotrinden.

Mühsam kletterte ich hinauf, hielt mich an den Gitterstäben und preßte das Gesicht an die Fensterritzen, um wenigstens etwas frische Luft zu atmen.