„Ich weiß ich auch, wer’s war,“ fuhr Wenzel nach einer Pause halblaut fort. „Niemand anders, sag ich Ihnän, als der blattersteppige Loiso. — Ich hab’ ich nämlich sein Taschenmesser auf dem Boden im Laden entdeckt und rasch eing’stäckt, damit sich die Polizei nicht draufkommt. — Er ise sich durch einen unterirdischen Gang in den Laden — — — — —“ er brach mit einem Ruck seine Rede ab und horchte ein paar Sekunden lang angestrengt, dann warf er sich auf die Pritsche und fing an, fürchterlich zu schnarchen.

Gleich darauf klirrte das Vorhängeschloß und der Gefängniswärter kam herein und musterte mich argwöhnisch.

Ich machte ein teilnahmsloses Gesicht und Wenzel war kaum zu erwecken.

Erst nach vielen Püffen richtete er sich gähnend auf und taumelte, gefolgt von dem Wärter, schlaftrunken hinaus.

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Fiebernd vor Spannung faltete ich Charouseks Brief auseinander und las:

Den 12. Mai.

„Mein lieber armer Freund und Wohltäter!

Woche um Woche habe ich gewartet, daß Sie endlich freikommen würden, — immer vergebens, — habe alle möglichen Schritte versucht, um Entlastungsmaterial für Sie zu sammeln, aber ich fand keins.