„War Mirjam krank gewesen?“ Ich zeichnete eine Medizinflasche.

Kopfschütteln. Wieder legte Jaromir die Stirn auf den Arm. — — —

Das Zwielicht kam, eine Gasflamme nach der andern erlosch und noch immer konnte ich nicht herausbringen, was die Geste bedeuten sollte.

Ich gab es auf. Dachte nach.

Das einzige, was mir zu tun blieb, war, in aller Frühe auf das jüdische Rathaus zu gehen, um dort Erkundigungen einzuziehen, wohin Hillel mit Mirjam gereist sein könne.

Ich mußte ihm nach. — — —

Wortlos saß ich neben Jaromir. Stumm und taub wie er.

Als ich nach einer langen Zeit aufblickte, sah ich, daß er mit einer Schere an einer Silhouette herumschnitt.

Ich erkannte das Profil Rosinas. Er reichte mir das Blatt über den Tisch herüber, legte die Hand auf die Augen und — — weinte still vor sich hin. — —

Dann sprang er plötzlich auf und taumelte ohne Gruß zur Tür hinaus.