Da! — Aus weiter, weiter Ferne drang das Geräusch von Pferdehufen gedämpft, kaum merklich an mein Ohr, wollte näherkommen und verstummte.
Ein matter Schall, wie wenn ein Wagenschlag zufällt.
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Das Rauschen eines seidenen Kleides war auf mich zugekommen, und eine zarte, schmale Damenhand hatte meinen Arm berührt.
„Bitte, bitte, gehen wir doch dort neben den Pfeiler; es widerstrebt mir, hier in den Betstühlen von den Dingen zu sprechen, die ich Ihnen sagen muß.“
Die weihevollen Bilder ringsum zerrannen zu nüchterner Klarheit. Der Tag hatte mich plötzlich angefaßt.
„Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll, Meister Pernath, daß Sie mir zuliebe bei dem schlechten Wetter den langen Weg hier herauf gemacht haben.“
Ich stotterte ein paar banale Worte.
„— — Aber ich wußte keinen andern Ort, wo ich sicherer vor Nachforschung und Gefahr bin, als diesen. Hierher, in den Dom, ist uns gewiß niemand nachgegangen.“
Ich zog den Brief hervor und reichte ihn der Dame.