Alle hastigen Einwendungen wie: Trauer, enger Freundeskreis, intime Veranstaltung usw. usw. machten die Sache natürlich nur noch schlimmer.
Aber nicht genug damit, ein anderes Mal — die Sache war längst vergessen — als der Rabe mit einer weißen Krawatte, jedoch im Smoking, erschienen war, brannte das Kamel in seiner Spottlust förmlich nur darauf, die verfängliche Bemerkung anzubringen:
„Smoking? Mit weißer Krawatte? Hm! wird doch nur während einer Beschäftigung getragen.“
„Und die wäre?“ war es dem Raben voreilig herausgefahren.
Tschitrakarna hüstelte impertinent: „Wenn Sie jemanden rasieren wollen.“
Das ging dem Raben durch und durch.
In diesem Augenblick schwur er dem vornehmen Kamel Rache bis in den Tod. — —
Schon nach wenigen Wochen fing infolge der Jahreszeit die Beute für die vier Fleischfresser an immer knapper und spärlicher zu werden, und kaum wußte man, woher auch nur das Allernötigste nehmen.
Tschitrakarna genierte das natürlich nicht im geringsten; stets bester Laune, gesättigt von prächtigen Disteln und Kräutern, lustwandelte es, wenn die andern mit aufgespannten Regenschirmen fröstelnd und hungrig vor dem Felsen saßen, in seinem raschelnden wasserdichten Macintosh — leise eine fröhliche Melodie pfeifend — in allernächster Nähe.
Man kann sich den steigenden Unwillen der vier leicht vorstellen. Und das ging Tag für Tag so! Mitansehen müssen, wie ein anderer schwelgt, und selbst dabei verhungern!!!